Der Arbeitsmarkt in der Lebensmittelverarbeitung ist angespannt, und daran wird sich vorerst nichts ändern. Wer seine offenen Stellen nicht besetzen kann, tut gut daran, einen genauen Blick auf das bestehende Team zu werfen. Verschieben Sie die Frage von „Wie finde ich mehr Mitarbeiter?“ zu „Wie erreiche ich mit demselben Team mehr?“ Die Automatisierung bietet darauf eine konkrete Antwort. In diesem Blogbeitrag zeigen wir Ihnen, wie Maschinen von Marcelissen Ihre Mitarbeiter produktiver machen.
Unternehmen in der Lebensmittelindustrie nennen den Mangel an (technischem) Personal seit Langem als größtes Wachstumshindernis. Demografischer Wandel, hohe Fluktuation und ein struktureller Mangel an technisch ausgebildeten Fachkräften führen dazu, dass Stellen lange unbesetzt bleiben, ausgerechnet dort, wo Kontinuität am dringendsten benötigt wird: in der Produktion.
Die Folgen sind direkt spürbar. Produktionslinien können oft nicht mit voller Kapazität laufen, schlicht weil das Personal fehlt. Saisonspitzen, die Erntezeit und Feiertage sind genau dann schwer abzufangen, wenn Zusatzkapazitäten am dringendsten benötigt werden. Komplexe, arbeitsintensive Produkte werden mitunter zugunsten von Bestsellern gestrichen, da sich Letztere mit kleinerer Besetzung einfacher herstellen lassen.
Auch die Qualität gerät unter Druck. Die manuelle Kontrolle am Laufband ist ermüdend und fehleranfällig, besonders gegen Ende einer langen Schicht. Zudem macht das bestehende Team Überstunden, um die Lücken fehlender Kollegen zu füllen. Die Folge sind ein höheres Fehlerrisiko und steigender Krankenstand, was den Personaldruck weiter verschärft. Dieser Teufelskreis lässt sich heute kaum noch auf herkömmliche Weise durchbrechen.
In dieser Situation dürfen Sie Ihre Produktionskapazität nicht vom Glück auf dem Arbeitsmarkt abhängig machen. Die Lösung muss an anderer Stelle ansetzen: mehr Kapazität pro Mitarbeiter. Genau hier macht die Automatisierung den Unterschied. Bei Marcelissen erleben wir diese Anforderung täglich bei unseren Kunden. Seit über 70 Jahren entwickeln wir Maschinen für die Verarbeitung von Kartoffeln und Wurzelgemüse. Das Kernziel unserer Maschinen? Repetitive, körperlich schwere oder konzentrationsintensive Aufgaben zu übernehmen, damit das bestehende Team mehr leisten kann.
Das Ergebnis ist ein Team, das bei gleicher Besetzung mehr Ertrag liefert, weil Zeit und Energie der Mitarbeiter nicht mehr für Handgriffe draufgehen, die eine Maschine strukturell und konstant ausführen kann.
In der Praxis liegt der größte Unterschied oft in den kleinen, sich wiederholenden Handgriffen, die zusammen einen Großteil des Personalbedarfs ausmachen:
Schälen und Nachschälen: Das manuelle Entfernen von Schalenresten nach dem Schälen ist eine monotone Arbeit, die schnell zu Ermüdung und Qualitätsunterschieden führt. Ein Trommel-Messerschäler übernimmt diesen Prozess strukturiert und liefert zu jeder Tageszeit gleichmäßige Ergebnisse, ganz ohne zusätzlichen Personalaufwand.
Nachbearbeitung und Korrektur: Schalenreste oder Unregelmäßigkeiten, die nach dem Schälen zurückbleiben, wurden traditionell manuell von einem Team an der Linie entfernt. Der Sliver Remover wurde speziell entwickelt, um diese Art der Nachbearbeitung zu automatisieren, sodass dasselbe Team eine größere Produktmenge bewältigen kann.
Sortierung und visuelle Kontrolle: Die Qualitätsbeurteilung mit bloßem Auge ist arbeitsintensiv und fehleranfällig, sobald die Konzentration nachlässt. Ein optischer Sortierer übernimmt diese Prüfaufgabe kontinuierlich und gewissenhaft. So können Ihre Mitarbeiter dort eingesetzt werden, wo ihr Urteilsvermögen wirklich zählt.
Schneiden und Zerkleinern: Prozesse, die mit einem Hydrocutter, Slitmaster oder einer Teilmaschine ausgeführt werden, ersetzen manuelle Schneidarbeiten. Diese sind repetitiv und erfordern eine Präzision, die auf Dauer selbst für erfahrene Teams schwer durchzuhalten ist.
Der Teufelskreis des Personalmangels wird von innen heraus durchbrochen. Es wird kein größeres Team benötigt, um mehr Produkte zu verarbeiten, das bestehende Team wird von den Arbeiten entlastet, die am schwersten zu besetzen und durchzuhalten sind. Indem körperlich schwere und monotone Arbeit übernommen wird, sinkt die Belastung der Mitarbeiter. Das führt zu weniger Krankheitsausfällen und schafft Raum, Personal dort einzusetzen, wo Erfahrung entscheidet. Und da Inspektion und Sortierung nicht mehr von der Konzentration eines Mitarbeiters am Schichtende abhängen, wird auch die Produktqualität konstanter. Für Lebensmittelverarbeiter bedeutet dies mehr und bessere Ergebnisse bei gleicher Besetzung, was den Weg für weiteres Wachstum ebnet.
Keine Produktionslinie gleicht der anderen, das gilt insbesondere für die Bereiche, in denen der Personaldruck am größten ist. Deshalb arbeitet Marcelissen nicht mit Standardlösungen von der Stange. Wir besprechen gemeinsam mit dem Kunden, wo das Team am stärksten unter dem Mangel leidet, führen Tests mit dem jeweiligen Produkt durch und iterieren so lange, bis die Lösung den Durchsatz nachweislich beschleunigt und verbessert. Diese Zusammenarbeit endet nicht mit der Auslieferung. Bei Marcelissen steht eine langfristige Partnerschaft im Vordergrund. Wir setzen kontinuierlich auf Weiterentwicklung und Wartung der Maschinen, sodass eine Verarbeitungslinie auch nach Jahren noch mit dem sich verändernden Markt und der internen Besetzung schritthält.
Wer keine neuen Mitarbeiter findet, muss die Antwort an anderer Stelle suchen, und das beginnt damit, die Arbeit für die vorhandenen Mitarbeiter zu erleichtern. Automatisierung ist dabei kein Wundermittel, aber eine konkrete und bewährte Antwort auf die am schwersten zu besetzenden Aufgaben: repetitiv, körperlich anstrengend und fehleranfällig bei Ermüdung. Möchten Sie wissen, wie das für Ihre Produktionslinie aussehen kann? Nehmen Sie Kontakt mit Marcelissen auf, um zu besprechen, wo Automatisierung in Ihrem Prozess den größten Unterschied macht.
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